Die VI Ausbildungsangebote. Ein Interview mit Kirsten Heller

Kirsten Heller, Leiterin Human Resources, über Überraschungen im Bewerbungsgespräch, Weiterbildungsmöglichkeiten und dreistündige Mitarbeitergespräche bei Virtual Identity

Immer wieder erleben wir verblüffte Gesprächspartner. Denn wir geben bereits im Vorstellungsgespräch Feedback.

Hallo Kirsten, der CV ist geschönt, das Bild in Photoshop geglättet, die Bewerbung motiviert – und im besten Fall geht’s dann zum Vorstellungsgespräch: Auf was müssen sich Bewerber da gefasst machen?

Kirsten: Immer wieder erleben wir verblüffte Gesprächspartner. Denn wir geben bereits im Vorstellungsgespräch Feedback. Wie ist das Gespräch aus unserer Sicht verlaufen? Wo gibt es Übereinstimmungen mit unseren Anforderungen? Wo sehen wir Entwicklungspotenzial? Und erst recht sind Bewerber verwundert, wenn wir uns von ihnen ebenfalls ein Feedback einfordern.

Was sagst du den Bewerbern? Der Händedruck war zu feucht, die Beine zu zittrig?

Kirsten: Wir beziehen unser Feedback natürlich auf die Anforderungen an die zu besetzende Stelle.

Zittrige Beine und Senior Consultant, das würde uns schon verunsichern und das würden wir dem Bewerber auch zurückspielen. Uns ist Feedback als zentraler Bestandteil des gemeinsamen Lernens wichtig.

Feedback geben kann unangenehm werden: Knallt es da nicht auch mal zwischen den Mitarbeitern?

Kirsten: Natürlich! Konflikte gehören dazu. Um hier Sicherheit zu bekommen, bieten wir allen Mitarbeitern Kommunikationstraining an. Das Training kann von einem Team gebucht werden. Hier wird unter anderem das Feedback geben geübt.

Und darüber hinaus? Was tut ihr noch für die Weiterbildung?

Kirsten: Wir bieten regelmäßig Präsentations- und Moderationstrainings an. Beide Trainings dauern einen Tag und können von allen besucht werden, die ihre Präsentations- oder Moderationsskills verbessern wollen.

Für zukünftige Führungskräfte gibt es das zweijährige Leadership-Program.

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Das VI Leadership Program.

Die Trainings sollen Mitarbeitern in spezifischen Themen Lernimpulse oder Hilfestellungen geben.

Hier werden Kernagenturprozesse vom Controlling bis zum Marketing und Führungsprinzipien vermittelt. Erkennt ein Team einen Weiterbildungsbedarf, schaffen wir auch spezielle Angebote. Im vergangenen Jahr gab es beispielsweise sechs Workshops zum Thema „Storytelling“. Hier wurde vermittelt, was eine gute Geschichte ausmacht. Für den fachlichen Austausch veranstalten wir Barcamps.

Wie laufen diese Barcamps ab?

Kirsten: Alle Mitarbeiter einer Fachdisziplin, beispielsweise alle Berater, kommen 2-3 Mal im Jahr für einen Tag zusammen. Sie stellen Arbeitsergebnisse vor, identifizieren Beste Praxis und verabschieden Standards.

An Weiterbildungsangeboten scheint es nicht zu mangeln. Die Entwicklung kommt dann von ganz allein?

Kirsten: Ganz so ist es nicht. Die Trainings sollen Mitarbeitern in spezifischen Themen Lernimpulse oder Hilfestellungen geben. Entwicklung umfasst für uns aber mehr.

Und das wäre?

Kirsten: Grundpfeiler sind die zwei Mal im Jahr stattfindenden Entwicklungsgespräche mit dem Vorgesetzten, die auch schon mal drei Stunden dauern. Hier werden persönliche und fachliche Lernfelder abgesteckt. Wenn diese passgenau abgesprochen sind, kommt man dann täglich durch Rückmeldungen ein Stück voran. Lernen und sich weiterentwickeln wird somit selbstverständlich wie mein morgendlicher Kaffee.

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