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Case Study E-Finance - HVB Group Portal

Who is Who in E-Finance 2002, Hrsg. Ulrike Reinhardt, Whois Verlag Heidelberg

Georg Goeres, Senior Consultant, Virtual Identity AG

Der Kunde
Die HVB Group ist die zweitgrößte private Großbank in Deutschland und der führende europäische Immobilienfinanzierer. Mit mehr als 69.500 Mitarbeitern, 2.300 Filialen und über 8,5 Millionen Kunden sitzt die HVB Group im Herzen Europas. Gemessen an der Bilanzsumme von rund 725 Milliarden Euro nimmt die HVB Group den dritten Platz unter den europäischen Banken ein.

Ausgangslage
Als drittgrößte Bank in Europa will die HVB Group ihrer Rolle als Global Player mit einem neuen Markengesamtkonzept gerecht werden und dies sowohl gegenüber ihren Kunden in Deutschland als auch in den internationalen Finanzmärkten kommunizieren.

Dazu wird die Dachmarke HVB Group durch eine groß angelegte Öffentlichkeitskampagne, die TV Spots und Anzeigen in den internationalen Wirtschaftstiteln umfasst, neu positioniert. Wichtiges Ziel ist es, eine spezifische Markenwahrnehmung zu schaffen und auszubauen. Gleichzeitig soll die Markenkonvergenz zwischen den Segmenten gezielt gesteigert werden. Ein zentraler Bestandteil im Gesamtkonzept dieser Strategie ist das neue Unternehmensportal der HVB Group, das im Herbst 2002 online geht. "Das neue Portal wird uns bei der Kommunikation des internationalen Charakters der HVB Group in die Financial Community aktiv unterstützen" so Rita Färber, Leiterin Corporate Design der HVB Group.

Die Entwicklung des Group Portals
Das neue Group Portal ermöglicht der HVB Group sich auch online mit einem neuen Konzept, bei gleichzeitiger Erhaltung des bestehenden Erscheinungsbildes, zu präsentieren. Unterstützt wird die HVB von der mit der Neukonzeption, dem Re-Design und der technischen Implementierung beauftragten Virtual Identity AG. Grundlegende Zielsetzung ist es, eine maßgeschneiderte Informations- und Servicearchitektur zu entwickeln, die den punktgenauen Zugriff auf alle für Kunden, Mitarbeiter, Presse, Investoren und Interessenten relevanten Informationen ermöglicht. Die Struktur des Portals integriert sich dabei konsequent in die weiteren Kommunikationsaktivitäten der HVB Group und unterstützt den vernetzten Aufbau der Marke über alle Medien hinweg. "Das Online-Portal für die HVB Group bestätigt den Ansatz von Virtual Identity, E-Business von der gestalterischen Konzeption über die technische Implementierung bis zur organisatorischen Integration aus einer Hand anzubieten. Nur mit ganzheitlichen Lösungen wird er nachhaltige und ertschöpfende Einsatz von E-Business möglich" so Ralf Heller, CEO der Virtual Identity AG.

- Die HVB Group liegt mit ihrem Online Portal voll im Trend. Dies spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass Unternehmensportale in 2002 den größten Anteil an IT-Investitionen bei Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern ausmachen werden. (Studie der Meta Group).

Die Aufgaben des Portals
Zu den zentralen Aufgaben des Portals gehören neben der klassischen Informationsfunktion, die bedarfsorientierte Weiterleitung der Zielgruppen zu den jeweils relevanten Sites der einzelnen Unternehmensbereiche, das Anbieten von Mehrwertdiensten mit Suchfunktionen, eine intuitive Benutzerführung sowie die umfassende Darstellung der internationalen Präsenz. Das neue HVB Group Portal soll sich dabei als zentraler Hub für alle informationssuchenden Zielgruppen positionieren und diese in die adäquaten Channels weiterleiten, wobei die beidseitige Transparenz "vom Portal zur relevanten Einzelsite“ als auch "von der Einzelsite zurück zum Portal“ eine wichtige Rolle spielt.

Die Eingliederung in das Gesamtmarkenerscheinungsbild
Zur Sicherstellung eines einheitlichen Gesamtmarkenbildes wurden bei der Gestaltung für die Applikation des HVB Group Portals die Elemente des unternehmensweiten Design Styleguides integriert und weiterentwickelt. Die zentrale Herausforderung bestand darin, eine Applikation zu kreieren, die sich einerseits in das einheitliche Erscheinungsbild des Konzerns einfügt und sich andererseits als Group Portal von den einzelnen Tochterunternehmen abhebt, ohne dabei in Konkurrenz zu diesen zu treten. Durch die konsequente Übernahme und Integration von Elementen aus Werbekampagnen in Printmedien und TV wird zugleich eine möglichst hohe Konvergenz im Erscheinungsbild der Marke unterstützt und Synergien ausgeschöpft. Im Bereich Navigation wurden die vorhandenen Richtlinien zu Gunsten einer einfacheren und intuitiveren Bedienbarkeit optimiert und sind in die Überarbeitung des Design Styleguide eingeflossen. Das neu kreierte Designkonzept schafft auf diese Weise optimale Bedingungen um die Markenstrategie kommunikativ umzusetzen und visuell zu unterstützen.

Zusatznutzen durch neues Content Management System
Um einen möglichst reibungslosen Betrieb des Portals zu gewährleisten wurde zusätzlich ein neues Content Management System (CMS) entwickelt, dass das effiziente Einspeisen und Verwalten relevanter Daten und Inhalte, auch über verschiedene Dateiformate hinweg,in einer zentralen Datenbank ermöglicht. Hierbei wird auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Geschäftsbereiche eingegangen und auch die internationale Ausrichtung der Bereiche Human Resources, Investor Relations und Press Department berücksichtigt. Das neue CMS unterstützt die Akteure eine effiziente und kontinuierliche Datenpflege zu gewährleisten. Die formatübergreifende Lösung erlaubt erhebliche Effizienzsteigerungen, da das parallele Erstellen und Pflegen mehrerer meist redundanter Datenbanken entfällt. Gleichzeitig wird eine benutzerfreundliche und sichere Verwaltung des Portals unter Berücksichtigung der individuellen Zugriffsrechte von Systemadministratoren und Redakteuren gewährleistet.

Fazit
Die besondere Herausforderung bei der Neukonzeption des HVB Group Portals liegt in der konsistenten Umsetzung und Verknüpfung der entscheidenden Kernfaktoren: Schneller und vollständiger Zugriff für alle Nutzergruppen auf gesuchte Informationen über alle Unternehmensbereiche hinweg, nahtlose und ausbaufähige Integration von Mehrwertdiensten und medienübergreifende Markenkonvergenz mit einheitlicher Unternehmenspräsentation in Print, TV und Online. Die mit 3 1/2 Monaten sehr kurze Projektlaufzeit für den Relaunch der 1. Projektphase erfordert zudem eine sehr enge Zusammenarbeit mit einem hohen Grad an Integration und Verzahnung der Projektteams von HVB Group und Virtual Identity AG, um eine erfolgreiche und termingerechte Fertigstellung des Portals zu gewährleisten.

Kritische Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung des Group Portals:

  • Definition der strategischen Zielsetzungen sowie von Aufgaben und Anforderungen
  • Dezidierte Planung des Implementierungsprozesses
  • Eingliederung in das Gesamtmarkenerscheinungsbild
  • Sicherstellen des reibungslosen Betriebs durch spezifisches CMS
  • Schaffen klarer Verantwortlichkeiten

Georg Goeres, 33 (Diplom-Volkswirt), ist nach Stationen bei der Deutschen Gesellschaft für Mittelstandsberatung und der Deutschen Bank London AG heute als Senior Consultant für die strategische Beratung der Kunden bei der Virtual Identity AG in Freiburg tätig.

E-Mail: georg.goeres@virtual-identity.com

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