Nürnberger Nachrichten 29.11.2000, von Markus Hack
Das 1995 gegründete Informationstechnologie-Unternehmen Virtual Identity AG hat nach Freiburg und Berlin nun in Nürnberg seinen dritten Standort eröffnet. Ausschlaggebend bei der Entscheidung für Nürnberg war laut Unternehmenssprecher Steffen Weissbäcker nicht zuletzt das breite Spektrum an hochinnovativen Firmen vor Ort“. Von kleinen bis ganz großen Firmen sei hier im Bereich Informationstechnologie (IT) alles geboten. Weissbäcker verspricht sich davon viele fruchtbare Kontakte.
Die Mitarbeiter erstellen in der jüngsten Dependance der Gesellschaft, die insgesamt über 100 Beschäftigte und einen angestrebten Jahresumsatz von 15 Mio. DM hat, elektronische Betriebssysteme für das Datenmanagement. Die Systeme sollen verschiedene Informationsebenen innerhalb eines Unternehmens bündeln: Was bisher nebeneinander beispielsweise im kaufmännischen Bereich und im Vertriebssystem gespeichert wurde, fliesst künftig in einen Informationspool. Aus diesem wiederum können verschiedene Medien gespeist werden: Kataloge ebenso wie das betriebseigene Intranet oder das Internet.
Dabei spielt die genaue Kenntnis der Arbeitsabläufe im Hause des Klienten eine wichtige Rolle. Langfristige Kundenbindung lautet daher das Credo der Virtual Identity. Die Kundenzahl ist mit rund 20 Unternehmen, darunter Siemens, SAP, Novartis und Motorola dagegen übersichtlich.
Niederlassungsleiter Matthias Wankel will den Kontakt zur Universität pflegen. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik bietet Virtual Identity interessierten Studenten Projekttage an - auch im Hinblick auf Nachwuchs. Denn bis Ende 2001 soll die Nürnberger Filiale auf 18 Mitarbeiter anwachsen.